September 17

Totgesagte leben länger

.. so, oder so ähnlich könnte es lauten, wenn man den gestrigen Tag Revue passieren lässt.
Im Januar 2020 standen wir noch vor der Schließung unseres Sportbades, was den sicheren Tod unserer Schwimmabteilung bedeutet hätte.
Das Sportbad sei marode und könne nicht mehr in Stand gehalten werden, so hieß es von Verwaltung und Politik im Januar 2020.
Diese Information war für uns ein Schock und gemeinsam fingen wir an, für den Erhalt und dem damit verbundenen Neubau unseres Sportbades zu kämpfen!
Gestern Abend wurde nun entschieden, dass es auf unbestimmte Zeit keinen Neubau geben wird.
Gleichzeitig muss unser Sportbad jedoch eine wundersame Heilung erfahren haben, denn jetzt ist es nicht mehr marode und auch jederzeit zu reparieren!
Jetzt kann man es wiederherrichten und weiter betreiben. Dieses wird von der Stadt garantiert!

… Ich freue mich darüber … ein wenig!
Wir hoffen, dass allen Beteiligten klar ist, dass dieses Versprechen für die Zukunft gelten muss!
Bei weiterer notwendiger Planung reden wir von einem Zeitraum von mindestens 8 Jahren, wenn wir zeitnah beginnen, neue Pläne zu schmieden.

Juli 8

Presseerklärung Bündnis 90/DIE GRÜNEN

Bürgermeisterkandidat, Henry Richter, im Gespräch mit den Baunataler Schwimmsportvereinen
Unser überparteilicher Bürgermeisterkandidat, Henry Richter, wollte sich ein Bild von der aktuellen Situation des Baunataler Sportbades machen, deshalb traf er sich am 30.06.2021 mit Vertretern des Baunataler Schwimmsports. An diesem Treffen nahmen coronakonform mit Anmeldung Vertreter*innen aus verschiedenen Abteilungen der Baunataler Schwimmvereine DLRG, Triathleten, Schwimmabteilung des KSV, sowie
Mitglieder der FDP und GRÜNEN-Fraktion teil.
In dem Gespräch vor Ort wies Herr Krämer und Ernst Peterzelka von der Schwimmabteilung auf die Bedeutung des Sportbades für die Schwimmvereine hin. Zunächst erfolgte aus Sicht der Sportler eine Bestandsaufnahme bei der Nutzung. Das Sportbad ist generell an 7 Tagen in der Woche durch Schulen, Kinderschwimmkurse (mit langer Warteliste) und Vereine voll ausgelastet.
Der Schwimmsport bietet u.a. eine Möglichkeit die Kinder von der Straße zu holen und erfüllt damit eine wertvolle soziale Aufgabe.
Nur durch eine fundierte Schwimmausbildung der Vereine, die lediglich im Sportbad möglich ist, kann u.a. langfristig die jährliche Anzahl der Ertrinkenden reduziert werden, so Gunnar Ranft und Stephan Dittschar von der DLRG. Es geht dabei aber auch um die Belange des Leistungs- und Breitensports, ergänzte Thomas Schröder von den Triathleten.
Alle Beteiligten an diesem Abend waren sich einig, dass der Zustand des Sportbades nicht mehr den energetischen und baulichen Anforderungen genügt, was die Teilnehmer bei einem Rundgang durch Schwimmhalle und Umkleideräume feststellen konnten. Von den Schwimmern wurde uns z.B. mitgeteilt, dass es im Winter durch die Fugen der Außenfassade zieht und
sogar Schnee bis in die Schwimmhalle eintritt.
Henry Richter versprach, dass er sich weiterhin für den Erhalt des Sportbades und für eine für alle vertretbare Lösung einsetzen wird. Nach seiner Einschätzung wäre ein Neubau sinnvoller als eine Sanierung im Bestand, wie bereits von den GRÜNEN vor einem Jahr als Anbau an das Freizeitbad als preisgünstigste Lösung vorgeschlagen.
„Als Bürgermeisterkandidat, ehemaliger Leistungssportler und Polizeibeamter bin mir der sozialen Verantwortung bewusst. Wir müssen den Baunataler Schwimmsport in jeglicher Form unterstützen!“, so Henry Richter. Der Kandidat zur Bürgermeisterwahl hat bereits Ideen, wie das Schwimmbad mit gesenkten Kosten betrieben werden könnte. Man muss alle Formen einer Betreibergesellschaft prüfen. Richter sprach von Erfahrungen und Gesprächen in der Schwesterkommune Sangerhausen.
Auf die Frage, was das neue Sportbad haben sollte, teilten die Vertreter der Vereine mit, als Mindestanforderung für Wettkampfklasse C gilt: 6 Bahnen und eine Wassertiefe von 1,80 m.
Nach der Gesprächsrunde konnte sich der unabhängige Bürgermeisterkandidat und ehemalige Rettungsschwimmer Henry Richter, der sich selbst als Politiker zum Anfassen versteht, ein Bild vom Baunataler Schwimmsport machen. Unter Einhaltung der geltenden Corona-Regeln und unter Aufsicht des DLRG, drehte er abseits ein paar Bahnen mit Schwimmass, Jonas Nikolaus. “Mir ist es wichtig Gespräche mit unseren Sportlern zu führen, nur so kann man verstehen, was wir wirklich brauchen. Bevor man weitreichende Entscheidungen am grünen Tisch trifft, sollte man immer mal die Perspektiven wechseln!“ Am Ende bedankte sich Henry Richter für den offenen und konstruktiven Austausch, sowie bei seinen Begleitern von FDP und GRÜNEN.

Juli 8

Es tut sich was in der Politik

Nachdem die ersatzlose Schließung des baunataler Sportbades durch die Initiativen der Schwimmsport treibenden Vereine abgewendet werden konnte, ist jetzt die Planung angelaufen, wie es weitergehen kann. Hier einige Links zu Presseberichten:

– HNA 19.09.2020 – Sportler wollen Bad behalten

– NH24 – 08.06.2021 – Bericht aus der StaVo

– HNA 09.06.2021 – Parlament will Lösung fürs Sportbad

– HNA 01.07.2021 – Neubau oder Sanierung

März 9

Sportbad ohne Wasser

In Frankfurt haben die Hallenbäder für Vereinsschwimmer und Kurse geöffnet -> https://www.hessenschau.de/panorama/frankfurter-baeder-oeffnen-fuer-vereinsschwimmer-und-kurse,frankfurt-baeder-vereine-corona-100.html

In Baunatal streitet man sich in der Stadtverordnetenversammlung, ob man Wasser in die Schwimmbecken füllt.

Es dauert dann ja auch nur vier Wochen, bis man die Becken wieder nutzen kann. Und ob die alte Technik nach der langen Pause überhaupt wieder anläuft steht auch noch in den Sternen.

Der Schwimmsport wird häppchenweise zu Grunde gerichtet.

November 27

Auswirkungen

Was bedeutet die Schließung des Sportbades für Baunatal und seine (Nicht-) Schwimmer?

  • Eine minimale Betriebskosteneinsparung für die Stadt (ca. 5%).
  • Reduzierung der Öffnungszeiten des Freizeitbades für die Öffentlichkeit auf wenige Stunden an den Wochentagen und die Wochenenden und Feiertage.
  • Ohne wettkampftaugliches Becken ist dies das Ende des Schwimm-SPORTs.
  • Schwimmen kann nur noch als Freizeit-/Reha-/Breitensport angeboten werden.
  • Eine dramatische Reduzierung der Schwimmschulangebote trotz dreistelliger Wartelisten.
  • Immer mehr Kinder die nicht sicher schwimmen können.
  • Ausbildung der DLRG Lebensretter entfällt.
  • Die Triathleten müssen um ihren Platz in der 1. Bundesliga fürchten.
  • Die Taucher können nur noch eingeschränkt trainieren.
  • Der Schulsport wird eingeschränkt.
  • In letzter Konsequenz mehr Tote durch ertrinken.